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Von der Einsamkeit

Allein ist doof!

Seit ich nicht mehr zuhause wohne, ernähre ich mich ungesund. Jeden Tag für eine Person zu kochen ist nämlich verdammt anstrengend und auch frustrierend, weil man immer alleine essen muss.
Es heißt ja man solle das Abendessen mit sich selbst zelebrieren. Tisch schön decken, Kerze anzünden, vielleicht Blumen?! Essen schön anrichten, Fernseher aus, Computer ebenso, genau wie das Telefon, Zeitung weg, Stereoanlage höchstens im Hintergrund laufen lassen...
In der Regel sieht mein Abendessen etwas anders aus: Wasser in den Wasserkocher, den Becher bis zur Unterkannte des geriffelten Rands mit kochendem Wasser befüllen, sofort kräftig umrühren, noch 4-5 Minuten warten, gelegentlich Umrühren... Dann: vor den Fernseher knallen, aus ‘ner Plastikflasche trinken. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass mein täglicher Bedarf an Vitaminen nicht allein mit den Kräutern im Frischkäse gedeckt werden kann. Und dass gesunde Ernährung anders aussieht weiß ich ja auch, zumindest theoretisch.

Aber wer hätte gedacht, dass die Wirkung so nah an der Ursache liegt? In einem ungewollten Selbstversuch habe ich bestätigt, was viele Ernährungsexperten schon lange predigen: Von ungesunder Ernährung bekommt man definitiv schlechte Haut, ehrlich! Und das ist nur einer der negativen Auswirkungen.
Es ist aber auch nicht unbedingt leicht täglich fünf Portionen Obst und Gemüse zu sich zu nehmen. Von dem Zeugs aus der Flasche lass ich lieber die Finger – man sieht ja, was dabei rauskommt. Auch wenn es angeblich nur Obst und Gemüse ist, Fastfood bleibt Fastfood.
Vielleicht probiere ich das ja wirklich mal aus, das „ich zelebriere mein Abendessen“-Ding.
Und wer weiß, vielleicht erwischt mich bald jemand bei der gepflegten Konversation mit meinem zweiten Ich. Alleine essen ist ja auch doof!

25.6.07 01:11


Ordnung ist das halbe Leben...

...aber wer gibt sich schon mit halben Sachen zufrieden?!

Nach dieser Devise habe ich bisher immer gelebt. Aufräumen, putzen? Keine Zeit, keine Lust, keine Kraft! Zuhause habe ich meistens erst geputzt wenn der Schmutz mich quasi von hinten ansprang und mich zu Boden rang. Ich habe nie wirklich verstanden warum man denn mindestens 3x die Woche Staubsaugen muss?! Wozu denn der ganze Stress? Der Schmutz wird schon nicht weglaufen und wenn man bis zum nächsten Tag wartet, dann ist die ganze Arbeit um einiges effizienter, da man ja mit gleicher Arbeit mehr Schmutz entfernt.
Da hatte ich ja auch noch keine eigene Wohnung. Mit der Zeit bekommt man einen Blick dafür. Für diese ganzen Flächen auf denen sich Staub und Schmutz ablagern.
Einmal in der Woche ist bei mir jetzt Wohnungsputz angesagt, und zwar so gründlich, wie es sonst nur der Frühjahrsputz war. Saugen, Staub wischen, feucht wischen, mit Desinfektionsspray einsprühen (Schließlich lauern überall böse, böse Bakterien, die mich und meine [noch nicht vorhandene] Familie krank machen!!!), noch mal feucht wischen bis alles glänzt und frisch riecht.
Ich bekomme so langsam Angst, dass ich zu einer dieser Fernsehputzteufel mutiere. Ihr wisst schon: Anfang-Mitte Dreißig, recht attraktiv, Zahnpastalächeln, praktische Kurzhaarfrisur, damit nach Kriegserklärungen wie „Na, deine Küche hat aber auch schon mal mehr geglänzt!“, beim catchen auf dem Meister-Proper-sauberen Küchenboden das Haare ziehen nicht so sehr weh tut.
Naja, ich muss jetzt aber mal so langsam aufhören, denn morgen kommen meine Großeltern zu Besuch und wenn ich nicht nur ne verbrannte Hand, sondern auch noch ne schmutzige Wohnung habe, dann zweifeln sie sicher an meiner Fähigkeit alleine zu leben...

1.6.07 12:50


Der Burner

Das Schicksal hat meiner Meinung nach einen höchst eigenartigen Humor. Das durfte ich heute mal wieder feststellen. Als Gastfreundschaft in Person brachte ich meiner Freundin einen heißen Tee, gegen ihren kratzenden Hals. Zum Glück bin ich nicht geschickt genug eine Tasse auf dem Unterteller einhändig zu tragen, ohne dass die Tasse dabei umfällt. Ja, Schicksal, wenn du ironisch sein kannst, dann kann ich das auch!
Wer sich jetzt fragt, was an einer Verbrennung mit heißem Tee ironisch sein soll, der sperre jetzt einmal die Äuglein weit auf: Das ist in meinem ganzen Leben (und ich bin mittlerweile immerhin 19 ½ Jahre alt) erst das zweite Mal, dass ich mich verbrenne. Der heiße Tee zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben. Das erste Mal hatte mir meine Schwester versehentlich kochend heißen Tee über mein Bein gekippt.
Ironiefaktor Nr. 2: Ich hatte keine Brandsalbe in meiner Wohnung.
Ironiefaktor Nr. 3: Es geschah an einem Feiertag.

Aber bei aller Ironie; Boshaft ist das Schicksal wirklich nicht, denn eine halbe Stunde später brachte ich meine Freundin mit dem kratzenden Hals zum Bahnhof, wo ich den Geistesblitz hatte, mir im dortigen Schlecker eine Salbe zu kaufen...

1.6.07 12:49


Spülgedanken

Man kann nicht behaupten ich hätte bei meinen Eltern keine schöne Kindheit verbracht. Ich hatte meine Freiheiten; mehr als die meisten, weniger als manche Söhne und Töchter; meine Mitarbeit im Haushalt war auf ein Minimum beschränkt (obwohl ich zu der Zeit eine andere Meinung vertrat); und wenn ich Hilfe brauchte, wusste ich, dass ich mich an sie wenden konnte.
Trotzdem ging es irgendwann nicht mehr gut mit uns. Also beschlossen wir, dass etwas Distanz unserer Beziehung gut tun würde.
Was manchen erst vergönnt ist, wenn sie mit der Schule fertig sind, wurde bei mir schon früher Realität: von zuhause ausziehen.
Gesagt, getan. Kosten kalkuliert, Wohnung gesucht, Wohnung besichtigt, Wohnung bekommen, eingezogen. Natürlich mit Mamis und Papis Hilfe beim Umzug; ohne Mami hätte ich noch heute keine Vorhänge und ohne Papi hätte schon rein logistisch nichts funktioniert.
Am Anfang ist alles neu und aufregend und irgendwie frei. Keiner sagt mir mehr wann ich was zu tun habe. Auch die Konsequenzen daraus muss ich jetzt selber tragen. Sich erwachsen fühlen, erwachsen handeln.
Sagte früher noch meine Mutter zu mir: „Mensch Jana, wie sieht’s denn hier aus? Räum doch endlich mal auf!“, so sagt mir das heute mein erwachsenes Ich. Manchmal setzt sich mein kindlich-faules Ich durch, aber dann muss doch irgendwann wieder die erwachsene Jana die liegen gebliebenen Arbeiten erledigen.
Ich finde ich habe mich verändert, seit ich alleine wohne, vielleicht nicht nach Außen hin, aber im Inneren gewinnt immer öfter das erwachsene Ich.
Wie man auf die Idee kommt, zwei oder mehr Persönlichkeiten zu haben? Beim Geschirr spülen. Während man eine solche monotone Arbeit verrichtet, hat man sehr viel Zeit zum Nachdenken und zur Selbstreflektion. Andere „Spülgedanken“? Ich habe erst jetzt schätzen gelernt, was für mich früher selbstverständlich war. Zum Beispiel eine saubere Wohnung. Mein Zimmer sah immer aus, als hätte dort eine Bombe eingeschlagen, aber dafür war ja auch ich allein zuständig.
Es ist einfach unglaublich, wie schnell so eine Wohnung schmutzig oder so ein Kühlschrank leer wird. Sehr beeindruckend, dass meine Mama es schafft jeden Tag von neuem gegen diese Phänomene anzukämpfen, ohne irgendwann zu schwächeln...
Eine andere interessante Beobachtung die ich gemacht habe ist, dass mir viele soziale Interaktionen fehlen. Früher war die Frage nach der Schule eher lästig. Na wie soll’s dort schon gehen? Mal war ein Lehrer ungerecht, mal die Klausur blöd, mal gut. Kurz: „So wie immer halt.“
Eine Studie hat ergeben dass Frauen ungefähr 10 000 Worte pro Tag von sich geben. Ohne die üblichen Gespräche beim Abendessen fallen bei mir sehr viele Worte weg. Trotzdem möchte mein Organismus gerne, den ihm zu Verfügung stehenden Wortschatz voll ausschöpfen. Folglich passiert es mir in letzter Zeit sehr häufig, dass ich mich dabei ertappe, wie ich in Gegenwart von Menschen zu einer ausgemachten Labertasche werde. Meine engsten Freunde beginnen inzwischen sich zu wünschen, ich hätte einen Not-Aus-Schalter.
Bei Überstrapazierung ihrer Ohren, bitte zerschlagen Sie das Sicherheitsglas und drücken Sie den roten Knopf.
Bei Überstrapazierung ihrer Augen, bitte drücken sie auf das kleine [x], rechts oben. Danke.

1.6.07 12:47


I like to move it move it...

Mein Zimmer versinkt im Chaos. Nicht, dass es nicht immer so wäre, aber diesmal habe ich eine gute Ausrede, eine sehr gute Ausrede sogar. Besser noch als: "Hier sieht's echt schlimm aus, aber ich komm einfach nicht dazu aufzuräumen..." Meine geniale Ausrede: "Sorry ich bin grad am Kisten packen und ausmisten, ich zieh nämlich um..." Also daran könnt ich mich gewöhnen ^^

 Heute war ich dann auch in "meiner" neuen Wohnung um mit Vergnügen jeden Winkel auszumessen und mich an Essigreiniger high zu schnüffeln.

Vielleicht sollte ich Innenarchitektin werden, es hat so verdammt Spaß gemacht hinterher eine Maßstabsgetreue Zeichnung anzufertigen und dann alles virtuell einzurichten... Waah ich kann es einfach kaum ertwarten, aber vorher muss noch so einiges in diverse Kisten verpackt werden... XD der doofe Teil am Ausziehen... Wie beim Verreisen: da macht das Einpacken zuhause noch Spaß, genauso wie das Auspacken am Urlaubsort, aber wenn man am Ende vom Urlaub den Koffer packen muss, dann zieht man schon so ne Fresse und daheim wünscht man sich, man hätte ein Hausmädchen, das alles auspackt und wäscht...

Ich bin so ein Faultier...

Übrigens hab ich mit Erschrecken festgestellt, dass meine Dekokiste voller als meine Bücherkiste ist... Das spricht doch schonmal für sich. Aber zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich bei den Bücher ganz ganz gaaaanz radikal ausgemistet hab, sonst: meine eigene Bibliothek ^^

Samstag gehts los und Sonntagmittag werd ich vermutlich den letzten Handgriff tun... Ich will die neue Woche nicht mit unausgepackten Kisten starten...

2.5.07 00:36


Die totale Abnabelung...

...von Mami und Papi. Am 5.5. ist es soweit ein historischer Moment in meinem Leben, und in dem meiner Eltern (hoff ich doch). Dieses Ereignis ist auf eine Stufe zu stellen mit meiner Geburt, meinem ersten gesprochenen Wort, meiner Einschulung, meinem ersten Mal, meinem ersten Schritt auf Indischem Boden: meine erste "eigene" Wohnung...

Das wird ganz schön einsam, fürchte ich. Bis jetzt hatte ich immer jemanden um mich herum, war es daheim oder in Kailash: zur Tür raus, und -tataa- Instant-Gesellschaft.

Jetzt geh ich zur Tür raus und -tataa- ich stehe in meiner Küche. Und da kann ich mir wenn ich will noch nachts um drei ein 5-Gänge Menü machen...

...falls ich vorher einkaufen war.

Die totale Freiheit - die totale Eigenverantwortung >.<

Ich berichte...

25.4.07 00:25


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